EBRU ÖZSEÇEN |
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Ebru Özseçen Allgemeine Idee Direkt auf die rohen Betonwände der Schale des U-Bahnhof werden die Einwohner von Moosach Gelegenheit haben, ihre Wünsche niederzuschreiben. Die Stellen, an denen ihre Wünsche stehen, werden durch eine Markierung sichtbar gemacht werden in einem Muster über die Länge der U-Bahnhofswand. Gleichzeitigkeit von privatem und öffentlichem Raum. Wenn man davon ausgeht, daß die Station für 100 Jahre da sein wird, wird die Intervention Stadt der Wünsche einen zusätzlichen geschichtlichen Rahmen schaffen. Die Arbeit wird zusammen mit den Menschen altern, die an dem Werk mitgewirkt haben. Ich gehe davon aus, daß die Wirtschaft und die Spuren der Stadtplanung und jene von architektonischen Mustern insgesamt unfertige Geschichten enthalten, die bisher nicht entsprechend gewürdigt werden und die im Gebiet von Moosach nicht zu einem vorherrschenden Stil geführt haben. Wünsche sind der Beginn auf dem Weg meiner Gestaltung des U-Bahnhof als geschichtlicher Platz. Die hinter der U-Bahnhof-Verkleidung versteckten vertraulichen Informationen werden ins Bild gesetzt, und es entsteht ein scheinbar zufälliges Muster. Die Siegel werden ein neues Ornament bilden, dessen wolkenförmige Teile dem Stil der Ausstattung des Inneren der Kirche St. Martin entnommen sind. Die Siegel werden eigens für den U-Bahnhof Moosacher St.-Martins-Platz entworfen. Praktische Ausführung 1) Partizipation Abhängig von der Zeitplanung der Bauausführung vor Ort, müsste dieser Teil ausgeführt werden bevor irgend etwas im Innenausbau des U-Bahnhof passiert ist. Zunächst werden Informationen und Anzeigen in Kollaboration mit quivid in der Zeitung und im Radio verbreitet, in denen die Bürger von Moosach zu Teilnahme eingeladen und aufgefordert werden. Die Anzeigen werden die Bürger zu Teilnahme an der Fertigstellung ihres Bahnhofs einladen. Es wird auch eine Wurfsendung eines Flyers in Moosach geben. Die Bürger sollen insbesondere über die 35 aktiven Vereine von Moosach erreicht werden. Die Bürger werden bei der Ankunft einzeln in einem gestalteten Eingangsbereich empfangen. Sie verlassen nach der Wunschniederschrift durch einen Extra-Ausgang am anderen Ende des U-Bahnhof. Zur garantierten Diskretion soll ein Code-Namen-System eingesetzt werden. Das erlaubt, eine komplette Liste der Wünsche zu archivieren, ohne das die Urheber bloßgestellt sind. Jede/r Teilnehmer/in kann ein geeignetes Material zum Schreiben aussuchen: Kreide- und Kohlestifte, Sprayfarben für größere Schriftzüge, etc. Laufstege, provisorische Treppen/ Handläufe werden vorab angebracht, um den Rundgang abzusichern, aber auch um die Flächen für mögliche Beschriftung durch Zugänglichkeit anzuzeigen und sinnvoll zu begrenzen. Für ältere oder behinderte Teilnehmer wird die Vertrauensperson die Beschriftung übernehmen in der mit der Person abgesprochenen Form. Jede/r Bürger/in kann die Stelle bestimmen, wo er/ sie seinen/ ihren Wunsch niederschreiben möchte. Es sind zunächst all Punkte in der Rohbauhalle denkbar. Es wird Leitern und flexible Gerüste geben, um höhere Punkte zu erreichen. Diese werden zunächst die Beschriftung einer Wand erlauben. Ob schließlich beide Wände genutzt werden, hängt von Verlauf der Partizipation ab. Es wird eine Vertrauensperson geben, die den Teilnehmern beim Anbringen des Wunsches hilft. Nachdem der Teilnehmer hinaus geleitet ist, wird die Vertrauensperson den Wunsch mit Packpapier verhängen, so dass folgende Personen nicht lesen können, was dort steht. Erst nach der Verhüllung wird die folgende Person hereingelassen. Die nächste Person sieht also nur wo bereits etwas geschrieben ist, kann aber den Wunsch der anderen nicht lesen. Die Partizipation für Stadt der Wünsche wird mit Auf- und Abbau ca. 10 Tage vor Ort in Anspruch nehmen.
2) Realisation Nach der Partizipation werde ich detaillierte Notizen über die Positionen der Wünsche anlegen. Man wird nunmehr wissen, ob es, wie zunächst angenommen, bei der Gestaltung nur einer Wand geblieben ist. Auch eine fotografische Dokumentation werde ich anlegen. Hiernach kann die Bauabteilung der U-Bahn die mit mir gemeinsam bestimmten Materialien montieren und den Innenausbau insgesamt vorantreiben. Die Verkleidung soll aus im U-Bahnbau üblichen Material gemacht sein: das könnte zum Beispiel eine Blechverkleidung, matt-blau beschichtet, sein oder bläulicher Putz/ Beton etc. In den Mezzaningeschossen könnte eventuell abweichendes Material für die Oberflächen sein. Parallel dazu lasse ich die Siegel anfertigen. Die Zeichen/ Untergrundwolken sind aus folgenden Material gemacht: gehärtetes und beschichtetes Glas oder alternativ Stahl, Maße von ca.4x4 bis ca. 60x80 cm. Wenn der Innenausbau abgeschlossen ist, werde ich kommen und die nunmehr verdeckten Stellen mit den sichtbaren Siegeln in Wolkenform versehen. Die Siegel werden an den Stellen der Wünsche angebracht auf einer oder auf beiden Wänden angebracht werden. Das geeignete Hängesystem ist mit dem Innenausbau zu planen. Informationen über den Titel der Intervention, deren Geschichte und Konzept kann dem Publikum in Texttafeln in den Zwischengeschossen mitgeteilt werden. Entsprechend den Wünschen der Teilnehmer und abhängig der Intensität der Partizipation bei Stadt der Wünsche können T-Shirts, Becher oder Einkauftaschen mit dem Wolkenmotiv bedruckt werden. Ein Entwurf von mir hierfür ist möglich. |